Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 

 

Vorgestellt  Ehrenamtler/in

Feuertaufe: Sein erster Einsatz

Sascha Monzka

Sascha Monzka ist 21 Jahre alt, selbständig in der Kaminholzverarbeitung und gehört zum Hackenbroicher Löschzug der Freiwilligen Feuerwehr Dormagen. Seinen ersten Einsatz wird er wohl nie vergessen: Großbrand bei INEOS.

 

Sascha Monzka war beruflich auf dem Weg nach Worringen, als sein Feuerwehrnotruf klingelte. Im gleichen Augenblick sah er auch bereits eine große schwarze Wolke im Chemiepark. Jetzt hieß es schnell umdrehen und ab zum Feuerwehrgerätehaus. Von der Einsatzzentrale Mitte in Rheinfeld ging es dann zum Einsatzort.

 

„Als wir der riesigen Brandwolke näher kamen, hatte ich schon ein mulmiges Gefühl“, sagt Sascha Monzka. „Je näher wir an den Brandherd kamen, desto deutlicher nahm selbst hinter den Scheiben unseres Wagens die Hitze zu. Das beklemmende Gefühl verschwand aber, als der Einsatz begann. Dann hatte ich nur noch mein Ziel vor Augen.“ Er erinnert sich genau an jede Einzelheit: Im Werk, Befehl „vorziehen“, den TLF (Großtankfahrzeug) bereit machen, vom Dach mit Monitor arbeiten, dann mit der Werksfeuerwehr an den großen Wasserwerfer, die aus Uerdingen eintreffenden Kollegen unterstützen. Schließlich der Großangriff: 20 bis 25 Minuten einen riesigen Schaumteppich errichten.

 

„Im Einsatz spürt man keine Angst mehr und als wir nachher mit den Kollegen im Gerätehaus zusammen saßen, haben wir uns gesagt: Super Leistung, aber auch großes Glück gehabt.“

 

Sascha Monzka ist ein ganz normaler, aufgeschlossener und sympathischer junger Mann und es interessiert mich, wie er denn überhaupt zur Freiwilligen Feuerwehr kam. Er lacht: „Eigentlich reiner Zufall. Als ich mich mit meinem Vater gemeinsam selbständig machte, hatte ich meinen Zivildienst noch nicht abgeleistet. Ich war dann mehrfach bei der IHK, um mich beraten zu lassen. Als Selbständiger kann man in dieser Phase ja nicht einfach den Betrieb verlassen. Daher riet man mir mich zunächst, statt des Zivildienstes, für 6 Jahre beim Technischen Hilfswerk oder bei der Freiwilligen Feuerwehr zu verpflichten. Da mein Vater den Löschzugführer gut kannte, habe ich mir die Feuerwehr angesehen und mich sofort für diesen Dienst entschieden. Kaum war ich im Löschzug, da rief mich die IHK an und teilte mir mit, dass ich ganz freigestellt sei und somit die Verpflichtung rückgängig machen könnte. Zu diesem Zeitpunkt hatte mich aber die Kameraden bereits so nett aufgenommen, dass ich mich entschloss, nunmehr freiwillig bei der Feuerwehr zu bleiben.“

 

Seine Begeisterung hat angehalten, nur eins ärgert ihn: „Wenn wir einen Einsatz haben und der Weg von Schaulustigen blockiert wird, finde ich das wirklich unverschämt. Wenn die ihre Gesundheit dabei gefährden, sind sie selbst Schuld. Schlimmer ist es, dass sie andere Menschen ebenfalls in Gefahr bringen.“

 

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