Heike Seidel: „Dormagen
ist eine Stadt mit Herz“
|
 |
Heike Seidel
|
|
Heike Seidel hat ein Herz
für Kinder. Sie war der Motor des
Projektes „Dormagener Schulranzen“.
Ein Projekt, das zeigte: „Dormagen ist
eine Stadt mit Herz!“
Heike Seidel
sammelte: Schulranzen, Federmäppchen,
Malkästen – kurz alles, was ein Kind für
die Einschulung braucht. Und manchmal
war Sie auch traurig. Dann hatte Sie
Kommentare wie „Alles Sozialschmarotzer,
dafür gebe ich nichts!“ gehört. Und Sie,
die ihre Freizeit opferte, damit Kinder
einen guten Schulstart haben, kam sich
dann selbst so vor, als wäre Sie
schuldig.
|
|
|
„Aber alles in
allem“, strahlt Sie aber nach dem erfolgreichen
Ende der Aktion: „Die Dormagener haben ein
großes Herz, gerade auch für Kinder. Und viele
Menschen, die selbst gar nicht so reich sind,
geben gerne.“
Heike Seidel ist
verheiratet. Die Schwäbin lebt seit 1972 in
Dormagen, ihr Mann arbeitet für die Firma INEOS.
Im letzten Jahr begann sie sich ehrenamtlich für
Kinder in Dormagen zu engagieren. „Dass für
Kinder in der Dritten Welt gesammelt wird, finde
ich gut und richtig. Aber ich habe auch gesehen,
dass es in unserer Stadt viele Kinder gibt, die
Unterstützung brauchen. Deshalb habe ich mich
zunächst beim Sammeln von Kinderkleidung für die
Dormagener Tafel engagiert. Hierdurch entstanden
Kontakte zur Diakonie. Ich lernte Mathias Rath
und Dagmar Drossart kennen. Als mir Frau
Drossart vom Schulranzenprojekt erzählte, war
ich sofort begeistert.“
Heike Seidel hat
fast jedes Geschäft in der Innenstadt
angesprochen. Sie hat bei Freunden und Bekannten
nach Schulranzen und der notwendigen
Innenausstattung gefragt. Dafür war sie tagelang
unterwegs. „Toll war, wie mein Mann mich
unterstützt hat. Er hat mir gesagt, Zeit macht
nichts, engagiere dich ruhig. Sonst wäre das
auch nicht gegangen.“ Auf die Frage, was man
eigentlich mitbringen muss, wenn man von Tür zu
Tür zieht, um Geld zu sammeln lacht sie: „Den
Glauben an die Menschheit.“ |