Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 

 

Vorgestellt  Ehrenamtler/in

Reit- und Fahrverein Bayer Dormagen e.V.

Peter Pick

Ich sitze mit Peter Pick in seinem Wohnzimmer in Straberg. „Natürlich wäre ich gerne für 3 Tage umsonst nach Rom gefahren“, sagt der gelernte Metallbauer und Immobilienkaufmann. „Aber das ist genau a unserem Turnierwochenende, da mache ich ehrenamtlich die Bewirtung, also habe ich abgesagt.“

 

Peter Pick nimmt sein Ehrenamt ernst. Er ist in Delhoven geboren, seine Eltern betrieben die Traditionsgaststätte „Zur Krone“.

 

Bereits sie haben den Schankbetrieb 1979, damals noch mit einer Holztheke am alten Reitplatz, für den Reit- und Fahrverein ehrenamtlich übernommen. „Bereits als Kind, habe ich geholfen: Erst Gläser spülen; als ich älter war durfte ich zapfen.“ Jedes Jahr zum Reitturnier kommt Peter Pick am Samstag als Erster und geht am Sonntag als Letzter. „Vorher läuft natürlich der Aufbau, die Bestellungen, nachher die Abrechnung. Ich tue das gerne und bin es seit meiner Kindheit gewöhnt.“

 

Und was sagt seine Familie dazu ? Seine Frau, gelernte Diplombiologin, lacht: „Anfangs war das schon gewöhnungsbedürftig, heute fühle ich mich wohl in diesem Kreise.“ Auch sie hat sich lange beim DRK und in Jugendfreizeiten der evangelischen Kirche ehrenamtlich engagiert. Jetzt, mit dem zweijährigen Frederik und dem neun Wochen alten Janis, ist sie stärker gebunden.

 

Ihr Mann und sie haben sich im Kölner Karneval kennen gelernt. Hier war Peter Pick als Tanzoffizier der Funken lange aktiv. Auch seine Frau tanzte.

 

Peter Pick erzählt in seiner bescheidenen Art noch einiges über sein Engagement im Delhovener Schützenverein. Seiner Meinung nach kaum der Rede wert. Aber Peter Pick ist ein Mensch, der überall anpackt, wenn es erforderlich ist.

 

Auf die Frage, was man nicht tun soll, wenn man sich ehrenamtlich engagiert, antwortet er: „Auf Dank hoffen. Oft kommt der von den richtigen Leuten. Aber man darf nicht damit rechnen. Man muss selbstständig sein, anpacken können, hundertprozentig zur Sache stehen. Und die Familie muss mitspielen.“

 

Über eins sind sich Peter Pick und seine Frau klar: „Frage nicht, was du bekommst, man muss geben können.“ Und sie beklagen, dass in der heutigen Zeit das Konsumdenken oft stärker ist, als soziale Bindungen und Verpflichtungen. Wie gesagt: Peter Pick hilft am Turnierwochenende – und fährt nicht nach Rom.

 

>Design N.Hopp<