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Zur Erinnerung an
Ernst Hilbricht erhalten wir unseren
Vorstellungstext aus dem Jahre 2007 an dieser
Stelle zum Nachlesen.
Ernst
Hilbricht arbeitet seit 1982 ehrenamtlich
in der Selbsthilfe. Nach 10 Jahren gründete
er gemeinsam mit Klaus Popp die „FSG
Horrem“, die Freie Selbsthilfegruppe
Horrem für Alkohol- und Medikamentenhilfe
e.V. und ist heute deren Geschäftsführer.
Ernst Hilbricht ist eine beeindruckende
Persönlichkeit, einer der wenigen
Menschen, auf die die Bezeichnung eines
charismatischen Führers wirklich
zutrifft. Um es einfacher zu formulieren:
Von ihm würde jeder nach 10 Minuten auch
zwei Staubsauger kaufen.
Der
geborene Mecklenburger kam 1974 nach Dormagen. Er
ist ein Familienmensch, hat derweil drei Kinder
und fünf Enkel. Trotzdem hat er seine gesamte
Freizeit der ehrenamtlichen Tätigkeit in der
Selbsthilfe gewidmet. Hilbricht: „Dies ist nur
gemeinsam mit meiner Frau möglich und die
Einbeziehung der Familie ist dabei auch wichtig
und gibt mir die Kraft, mit schwierigen
Situationen umzugehen.“
Die
Geschäftsführung einer Selbsthilfegruppe ist
nicht einfach und Ernst Hilbricht hat klare
Regeln: „Ein Wort muss immer gehalten werden.
Was man sagt, muss man auch leben. Man muss echt
sein, authentisch.“ Dass er authentisch ist,
glaubt ihm mit seiner direkten und ehrlichen Art
jeder. Er selbst sieht bei seinem Ehrenamt mehr
die positive Seite und weniger die Belastung:
„Vertrauen kann natürlich auch eine Last sein.
Aber ich gehe vorsichtig auf die Menschen zu und
warte ab, wie sich die Sachen entwickeln. Das schönste
Erlebnis ist es, wenn die Menschen wieder gesund
werden und ich die leuchtenden Augen bei ihnen und
ihren Familien sehe.“
Ernst
Hilbricht hat noch eine ganz strikte Regel. Über
alle persönlichen Angelegenheiten in der FSG
herrscht strengste Schweigepflicht. Wer dagegen
verstößt, ist aus der Gruppe heraus. Doch dies
kommt selten genug vor. Der Ansatz mit Angehörigen
und Familien zu arbeiten, hat sich bewährt. Er
spricht ungern über seine Erfolge, doch diese
liegen bei rund 85 Prozent. Eine unglaublich gute
Quote bei Suchterkrankungen. „Nur wer sich
selbst anerkennt,“ so ist Hilbrichts Motto,
„kann den Weg schaffen. Unsere Gruppe hilft
dabei!“
Ernst
Hilbricht möchte in zwei bis drei Jahren den
Staffelstab weitergeben und sucht einen
Nachfolger. Sein Arbeitsstil ist offen und
teambezogen, er baut um sich herum andere Menschen
auf. Und so kann er hoffen, einen kompetenten
Nachfolger zu finden. Doch wirklich vorstellen,
dass er aufhört, kann sich keiner.
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