Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 

 

Vereine  Vereinsportraits

Die Freiwillige Feuerwehr Dormagen

Der Freiwilligen Feuerwehr gebührt ein Sonderplatz unter den ehrenamtlich Tätigen.  Neben 51 hauptamtlichen Kräften arbeiten in unserer Stadt 254 ehrenamtliche Kräfte in achten selbstständigen Einheiten. Jeder dieser ehrenamtlichen Feuerwehrangehörigen ist 24 Stunden am Tag und 365 Tage im Jahr für unsere Sicherheit in Bereitschaft

Der Löschzug Mitte hat 43 Mitglieder, zwei davon sind Frauen. Die Löschzüge Delhoven und Gohr haben jeweils 26 Mitglieder. Der Löschzug Nievenheim kommt auf die stolze Zahl von 50 Ehrenamtlern. In Straberg sind 35, in Stürzelberg 25 In Zons arbeiten 26 aktive Ehrenamtler und in Hackenbroich schließlich 24 weitere. Hinzu kommen jeweils die Mitglieder der Jugendfeuerwehren und der Ehrenabteilungen.

 

Stadtweit besitzt die Jugendfeuerwehr 103 Mitglieder und die Ehrenabteilung nochmals 81. Damit ist die Anzahl der ehrenamtlich Tätigen aber noch nicht ausgeschöpft. Der Musikzug, wohl bekannt und bei vielen Festen hoch geschätzt, hat 30 Mitglieder.

 

Lehrgänge und Seminare auf Stadt-, Kreis- und Landesebene sichern die Qualität der Lebensretter. Hinzu kommen wöchentliche Übungsabende in den jeweiligen Löschzügen. So bleiben unsere Feuerwehrleute immer up to date.

 

Wir alle haben die ehrenamtlichen Helfer bei ihren Brandeinsätzen häufig gesehen und ihr mutiger Einsatz beim kürzlichen Großbrand bei INEOS ist uns allen in dankbarer Erinnerung. Aber das Spektrum ihrer Tätigkeiten ist viel höher. Die Brandsicherheitswache beim Theater und bei sonstigen kulturellen oder sportlichen Veranstaltungen ist ebenso wichtig, wie die Brandschutzerziehung in Kindertagesstätten und Grundschulen.

 

Der Löschzug Delhoven besteht 100 Jahre!

 

Seit 100 Jahren gibt es den Löschzug Delhoven. Löschzugführer Adam Schmitt und Brandinspektor Hans-Werner Balgheim berichten über Sorgen, Nöte und Hoffnungen des Zuges.

 

Adam Schmitt ist 58 Jahre alt, seit 1980 aktiv als Freiwilliger im Löschzug Delhoven. Seit 1994 ist er Löschzugführer, somit der Dienstälteste im Dormagener Stadtgebiet.

Adam Schmitt ist verheiratet, seit dreieinhalb Jahren im Vorruhestand und hat seinen zweiten Wohnsitz im Gerätehaus Delhoven. Rund 80 Stunden im Monat verbringt er dort.

 

Hans-Werner Balgheim ist als Brandinspektor ebenfalls Führungskraft im Löschzug Delhoven. Er ist bereits 35 Jahre dabei, war selbst sechs Jahre Löschzugführer und sein 26jähriger Sohn Benjamin setzt mit Begeisterung die Familientradition fort. Beruflich ist Hans-Werner Balgheim beim WDR als erster Produktionsleiter im Bereich Organisation und Wirtschaftlichkeit tätig.

 

Beide sind sich einig: „Es wird immer schwerer Nachwuchs für unseren Löschzug zu finden.“ Dies hat mehrere Gründe. „Wir brauchen unbedingt ein neues Gerätehaus“, sagt Hans-Werner Balgheim. „Das jetzige ist nur eine Fahrzeughalle und für die 27 aktiven Ehrenamtler viel zu eng. Wir wollen aber die Soll-Stärke von 36 Feuerwehrmännern und –frauen erreichen. Dazu brauchen wir geeignete Mannschafts- und Unterrichtsräume.“ Allerdings ist man hier guter Hoffnung, ab 2009/2010 soll ein neues Gerätehaus optimale Bedingungen schaffen.

 

„Die Arbeitgeber sind ein großes Problem geworden“, berichtet Adam Schmitt. „Ich selbst war lange bei Bayer auf Schicht. Damals hatten wir viele aktive Ehrenamtler, die diesen Job machten. Heute ist durch Personalabbau und Arbeitsverdichtung für uns ein großes Problem entstanden. Wir finden immer weniger Menschen, die auch tagsüber anwesend sein können. Dies ist aber in Delhoven notwendig, denn Delhoven fährt den ELW 1.“ Der ELW 1 ist der zentrale Einsatzleitwagen für die gesamten Einsätze im Stadtgebiet. Er unterstützt die jeweiligen Einsatzleiter vor Ort. Somit ist er unverzichtbar und die Delhovener müssen rund um die Uhr einsatzfähig sein.

 

Bei der Jugendfeuerwehr wurde der Nachwuchs mit Hackenbroich zusammengelegt. Für die Zukunft hat Adam Schmitt eine große Hoffnung: „Wir rechnen auf ein Neubaugebiet in Delhoven. Der Zuzug junger Familien kann unser Potential deutlich verbessern. Delhoven ist ein schwieriger Stadtteil, denn hier gibt es kein Gewerbegebiet und andererseits ist die Landwirtschaft am Absterben. Gerade die Landwirte waren früher eine tragende Säule der Freiwilligen Feuerwehr.“

 

Bei allen Schwierigkeiten lassen Adam Schmitt, Hans-Werner Balgheim und ihr Chef Werner Rieck den Kopf nicht hängen. Das ist keine Feuerwehrart. Gemeinsam überlegt man zur Zeit konstruktive Maßnahmen, die die Situation verbessern sollen. Viele Vorschläge gibt es hierzu. Von der Rente für die Feuerwehr über gesundheitsfördernde Maßnahmen bis hin zur Idee einer Mini-Feuerwehr für die Kleinsten. „Wir müssen achtsam sein, dass uns andere Vereine die Kinder nicht im frühen Alter abwerben. Deshalb werden wir die Jugendarbeit noch weiter verbessern,“ sagt Werner Rieck. Die ist für alle Bürger unserer Stadt eine Lebensnotwendigkeit. Denn die Freiwillige Feuerwehr ist unverzichtbar.

 

Der Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr

 

In den vergangenen Jahren haben zahlreiche Bürger die Freiwillige Feuerwehr unterstützt. Hierfür wurde im März 1990 ein eigener Förderverein gegründet. Jeder der helfen will, kann Mitglied im „Verein zur Förderung des Feuerschutzes und der Jugendfeuerwehr in Dormagen e.V.“ werden. Helfen sie den Helfern. Jede Spende ist gut angelegt, rettet Leben und schafft Sicherheit.

 

Auskunft unter:

Freiwillige Feuerwehr der Stadt Dormagen

Kieler Straße 10, 41540 Dormagen

Telefon: 02133/257-100

Internetauftritt: www.ff-dormagen.de

 

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