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Adam Schmitt ist
verheiratet, seit dreieinhalb Jahren im
Vorruhestand und hat seinen zweiten Wohnsitz im
Gerätehaus Delhoven. Rund 80 Stunden im Monat
verbringt er dort.
Hans-Werner Balgheim ist als Brandinspektor
ebenfalls Führungskraft im Löschzug Delhoven. Er
ist bereits 35 Jahre dabei, war selbst sechs
Jahre Löschzugführer und sein 26jähriger Sohn
Benjamin setzt mit Begeisterung die
Familientradition fort. Beruflich ist
Hans-Werner Balgheim beim WDR als erster
Produktionsleiter im Bereich Organisation und
Wirtschaftlichkeit tätig.
Beide sind sich einig: „Es wird immer schwerer
Nachwuchs für unseren Löschzug zu finden.“ Dies
hat mehrere Gründe. „Wir brauchen unbedingt ein
neues Gerätehaus“, sagt Hans-Werner Balgheim.
„Das jetzige ist nur eine Fahrzeughalle und für
die 27 aktiven Ehrenamtler viel zu eng. Wir
wollen aber die Soll-Stärke von 36
Feuerwehrmännern und –frauen erreichen. Dazu
brauchen wir geeignete Mannschafts- und
Unterrichtsräume.“ Allerdings ist man hier guter
Hoffnung, ab 2009/2010 soll ein neues Gerätehaus
optimale Bedingungen schaffen.
„Die Arbeitgeber sind ein großes Problem
geworden“, berichtet Adam Schmitt. „Ich selbst
war lange bei Bayer auf Schicht. Damals hatten
wir viele aktive Ehrenamtler, die diesen Job
machten. Heute ist durch Personalabbau und
Arbeitsverdichtung für uns ein großes Problem
entstanden. Wir finden immer weniger Menschen,
die auch tagsüber anwesend sein können. Dies ist
aber in Delhoven notwendig, denn Delhoven fährt
den ELW 1.“ Der ELW 1 ist der zentrale
Einsatzleitwagen für die gesamten Einsätze im
Stadtgebiet. Er unterstützt die jeweiligen
Einsatzleiter vor Ort. Somit ist er
unverzichtbar und die Delhovener müssen rund um
die Uhr einsatzfähig sein.
Bei der Jugendfeuerwehr wurde der Nachwuchs mit
Hackenbroich zusammengelegt. Für die Zukunft hat
Adam Schmitt eine große Hoffnung: „Wir rechnen
auf ein Neubaugebiet in Delhoven. Der Zuzug
junger Familien kann unser Potential deutlich
verbessern. Delhoven ist ein schwieriger
Stadtteil, denn hier gibt es kein Gewerbegebiet
und andererseits ist die Landwirtschaft am
Absterben. Gerade die Landwirte waren früher
eine tragende Säule der Freiwilligen Feuerwehr.“
Bei allen Schwierigkeiten lassen Adam Schmitt,
Hans-Werner Balgheim und ihr Chef Werner Rieck
den Kopf nicht hängen. Das ist keine
Feuerwehrart. Gemeinsam überlegt man zur Zeit
konstruktive Maßnahmen, die die Situation
verbessern sollen. Viele Vorschläge gibt es
hierzu. Von der Rente für die Feuerwehr über
gesundheitsfördernde Maßnahmen bis hin zur Idee
einer Mini-Feuerwehr für die Kleinsten. „Wir
müssen achtsam sein, dass uns andere Vereine die
Kinder nicht im frühen Alter abwerben. Deshalb
werden wir die Jugendarbeit noch weiter
verbessern,“ sagt Werner Rieck. Die ist für alle
Bürger unserer Stadt eine Lebensnotwendigkeit.
Denn die Freiwillige Feuerwehr ist
unverzichtbar.
Der Förderverein der Freiwilligen
Feuerwehr
In den vergangenen Jahren haben zahlreiche
Bürger die Freiwillige Feuerwehr unterstützt.
Hierfür wurde im März 1990 ein eigener
Förderverein gegründet. Jeder der helfen will,
kann Mitglied im „Verein zur Förderung des
Feuerschutzes und der Jugendfeuerwehr in
Dormagen e.V.“ werden. Helfen sie den Helfern.
Jede Spende ist gut angelegt, rettet Leben und
schafft Sicherheit.
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