Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 

 

Vereine  Vereinsportraits

Alte Traditionen neu leben:

Der Heimatverein Rheinfeld

 

Heinz Pankalla sprach mit Geschäftsführer Peter Hahn und der ersten Kassiererin Ise Schmidt

Mit 550 Mitgliedern zählt der Heimatverein Rheinfeld (HVR) zu den größten Vereinen im Stadtgebiet. Er wurde 1982 gegründete und hat sich vor allem der Brauchtumspflege verschrieben. Im Mai jeden Jahres findet das Heimat- und Frühlingsfest statt, auf dem das Maikönigspaar gekrönt wird. Im Oktober veranstaltet der HVR sein Erntedankfest auf dem Schulhof der Rheinfelder Regenbogenschule.

 

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten Herbert Grandrath, Uwe Kosbab, Johann Kircher und Franz-Josef Lang. Die Entwicklung des HVR ist vor allem mit dem Namen des langjährigen Vorsitzenden Eduard Breimann verbunden. Er war der Autor der legendären Rheinfeld-Chronik. Auf 429 Seiten hat Eduard Breimann die Geschichte des Stadtteils von den Anfängen bis zur Gegenwart beschrieben. Die Chronik gehört bis heute zu den meistgelesenen Werken über Dormagen.

 

1982 wurden Monika Linnartz und Bruno Warda zum ersten Maikönigspaar gewählt. Hiermit griff der HVR eine alte rheinische Tradition wieder auf. Seither findet jährlich das Frühlingsfest statt. Ein Festzelt, mit buntem Programm und das Setzen eines Maikönigsbaums gehören zu den festen Ritualen es Maifestes.

 

Hinzugekommen ist vor rund 10 Jahren das Rheinfelder Erntedankfest. Mit zahlreichen unterhaltsamen Angeboten auch und gerade für Kinder, hat der Verein eine zweite alte Tradition belebt. Geschäftsführer Peter Hahn: „Richtig spannend wurde das Fest im Jahr 2003 mit der Einbindung der Schule in die 825-Jahr-Feier von Rheinfeld. Hier wurde das Theaterstück „Engelbert von Rynwerden“ aufgeführt. Seither sind auch die beiden Kindergärten beteiligt, im Jubiläumsjahr mit einem Umzug in alten dörflichen Kostümen.“ Vorstandsmitglied Ise Schmidt ergänzt: „Ein weiteres Angebot sind heimische, landwirtschaftliche Produkte. Wir zeigen einen Imker, zahlreiche Blumenstöcke und andere, wechselnde Angebote.“

 

Der Vereinsvorstand um den Vorsitzenden Uwe Kosbab hat auch für dieses Jahr ein umfängliches Programm aufgelegt. Es reicht vom Bingoabend im Vereinshaus „Zur Ahl Schull“ über die Pfingsteiersammlung, den Kindertrödel bis zum Seniorenausflug und zur Nachtwanderung für Erstklässler.

 

Im Mittelpunkt wird wieder das Maifest stehen. Der 1. Mai wird im Vereinshaus begangen, am 9. Mai beginnt das Schmücken des Dorfes. Vom 16. bis 18. Mai ist der Höhepunkt. Es beginnt mit der Tanzveranstaltung im Festzelt „Zu den Maieichen“. Am nächsten Tag schließen sich Kinderfest und Krönungsabend an. Auch die traditionelle Gefallenenehrung am Ehrenmal und der Gottesdienst im Zelt sind wieder Bestandteile der Maifeier. Zum Abschluss krönt der Verein sein Fest mit einem großen Umzug durch Rheinfeld. Ise Schmidt: „Wir haben auch in diesem Jahr zwei Kutschen für das Maikönigspaar und die Ehrenmitglieder. Jahr für Jahr steht mehr Publikum an den Straßen, dadurch macht uns der Umzug inzwischen viel Freude. Auch über die rege Beteiligung der Schützen freuen wir uns. Die beiden Maikönigspaare werden auch in diesem Jahr wieder Blumen an die Zuschauer verteilen.“

 

Welche Ziele hat sich der Verein für die nächsten Jahre gesetzt? Geschäftsführer Peter Hahn: „Zur Zeit liegt unser Schwerpunkt auf dem Ausbau und der Optimierung der Angebote, die wir in den letzten drei Jahren geschaffen haben. Dazu gehört zum Beispiel unser Adventsbasar.“ Kassiererin Ise Schmidt: „Zur Zeit arbeiten wir alte Super-8-Flime über Rheinfeld auf. Letztes Jahr haben wir bereits einen Film vom Heimatfest 1989 gezeigt und hatten tollen Zuspruch. Darüber hinaus werden wir uns auch in diesem Jahr wieder an der Dormagener Bier-Meile beteiligen. Auch, um die Zusammenarbeit mit der WSD auszubauen.“

 

Das bürgerschaftliche Engagement im Rheinfelder Heimatverein ist groß. Der Vorstand schätzt die Zahl der ehrenamtlich geleisteten Stunden auf rund 4.800 pro Jahr. Davon entfallen rund 3.000 Stunden auf Vorstandsarbeiten, über 750 Stunden auf das Heimatfest und rund 550 Stunden auf Einzelveranstaltungen. Hinzu kommt das Erntedankfest mit ca. 250 Stunden. Die Führung der Rheinfelder Chronik schlägt mit 260 Stunden zu Buche. Er sucht weiterhin tatkräftige Unterstützung. „Wir suchen vor allen Dingen noch junge Menschen, die sich mit neuen Ideen bei uns einbringen können. Wir sind für Neues immer offen. Die bestehenden Angebote, für die wir ebenfalls immer Helfer suchen, reichen von Seniorenabenden über die Dorfschmückung bis zur Kinderbetreuung“, erklärt Ise Schmidt. Wer sich für die Arbeit im Verein interessiert, kann sich mit dem Geschäftsführer unter der Telefonnummer: 0179-7535799 oder per Mail unter ise.schmidt@hvr82.de in Verbindung setzen.

 

Vereinshaus „Ahl Schull“, Rheinfelder Straße

 

Das Vereinshaus „Ahl Schull“ ist für private Feiern zu mieten. Vermietet wird auch an Bürger, die nicht Vereinsmitglied im HVR sind. Die Miete beträgt dann für ein langes Wochenende (Donnerstag 16:00 Uhr bis Montag 16:00 Uhr) 130,00 Euro plus Reinigung und Verbrauchkosten für Energie.

Das Haus ist mit Stühlen, Tischen, Geschirr und Besteck für 100 Leute gut ausgestattet.

 

Nähere Infos über dem Vorstand des Heimatvereins Rheinfeld

http://www.heimatverein-rheinfeld.de

 

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