Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 
Vereine  Vereinsportraits

Im mittelalterlichen Ambiente:

Die Märchenspiele Zons e.V.

Jeden Sommer gibt es auf der Zonser Freilichtbühne die Märchenspiele. Das Team von 40 bis 50 ehrenamtlichen Schauspielerinnen und Schauspielern hat seit langer Zeit einen professionellen Standard erreicht und bezaubert Kinder, Eltern und Großeltern mit seinen Vorführungen im mittelalterlichen Ambiente.

 

Vorsitzender Josef Tesch und Geschäftsführerin Lisa Krumbein lachen: „Natürlich gibt es die Märchenspiele seit 70 Jahren, aber den Verein haben wir wirklich erst 2005 wegen der schwierigen rechtlichen und steuerlichen Situation gegründet.“

 

Lisa Krumbein steht seit 1938 auf der Bühne. „Steht“ ist übertrieben: Ihre Mutter nahm sie im Alter von drei Monaten beim Spielen einfach mit. Das ist heute noch so: „Unsere ehrenamtlichen Schauspielerinnen bringen ihre Kinder schon im Babyalter mit auf die Bühne“ sagt der 2. Vorsitzende Wolfhart Feder.

 

Die Freilichtbühne wurde 1935 gebaut und wird seither ehrenamtlich betrieben. Anfangs waren es historische Themen, die auf die Bühne gebracht wurden. Nach dem 2. Weltkrieg kamen Märchen dazu und der Erfolg war so groß, dass die Spielleitung sich 1962 entschloss, nur noch altes Märchengut zu spielen. Damals schufen Heinz Knops und der legendäre Ballettmeister Karl-Alexander Terheggen das Erfolgsrezept, das noch heute die Kinder in den Bann zieht.

 

Im Sommer 2007 läuft das aktuelle Stück „Der Teufel mit den drei goldenen Haaren“. Eltern mit ihren Kindern, aber auch viele Großeltern sind gekommen. Die Bühne ist voll. Die Kinder fiebern mit. Lisa Krumbein lacht: „Bei Dornröschen war das so schlimm, das die Kinder die böse Stiefmutter mit Steinchen beworfen haben.“ Und Heinz Knops ergänzt: Als es hieß „Ach wie gut, dass keiner weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.“ riefen die Kinder den Namen laut von der Tribüne. Und als die Schauspieler nicht reagierten lief ein Kind auf die Bühne und sagte aufgeregt: „Was bist du blöd!“.

 

Doch nicht alles ist für die Spielschar einfach. Die Fähre von Benrath nach Zons hat den Betrieb eingestellt. „Ein herber Verlust für uns“ sagt Josef Tesch. Aber auch mit dem eigenen Nachwuchs wird es schwieriger. „Früher waren wir mehr als 80 Personen, dabei viele Kinder. Heute haben wir 64 Mitspieler.“

 

>Design N.Hopp<