
Wolfgang Simon
Er
ist 72 Jahre, topp fit und sein
Herz schlägt blau-weiß. Wolfgang
Simon war Bergmann auf der
Bottroper Zeche „Prosper II“
bevor er 1967 nach Dormagen kam.
Hier wurde er schnell heimisch.
Das
Schützenwesen wurde ihm
sozusagen in die Wiege gelegt.
Sein Vater war Vorsitzender der
4. Kompanie des Großvereins
Bottrop Lehmkuhle-Ebel, die
Mutter drei Jahre Königin und er
selbst ist seit 1957 aktiver
Schütze, zur Zeit im Jägerzug
„Feinkorn“ der Horremer St.
Hubertus-Schützenbruderschaft.
Seine Schützenkarriere ist
beispielhaft: Wolfgang Simon war
von 1977 bis 1987 Adjutant des
Jägermajors, von 1989 bis 2000
Adjutant des Generaloberst und
ist seit 1995 selbst
Oberstleutnant. 1992/93 war er
Schützenkönig in Horrem. Er
erhielt alle herausragenden
Ehrungen: 1983 das Silberne
Verdienstkreuz, 1996 den Hohen
Bruderschaftsorden und seit 2006
ist er Träger des Sebastianus
Ehrenkreuzes.
Brudermeister Manfred Klein sagt
über ihn: „Wolfgang ist in den
Jahrzehnten seiner
Mitgliedschaft immer wieder
durch seine Hilfsbereitschaft
aufgefallen: uneigennützig und
für keine Arbeit zu schade, kann
man sich blind auf ihn
verlassen!“ Der gelernte
Bergmann ist wirklich ein
zupackender Kumpel: er bedient
an der Theke, hilft beim Bau und
Umbau des Schießstandes, hält
den Dorfanger sauber und pflegt
auch die Außenanlagen des Hauses
für Horrem.
Ganz
nebenbei ist er ein
außerordentlich erfolgreicher
Sportschütze. 2009 war Wolfgang
Simon Doppelbundesmeister im
Luftgewehr angestrichen und
aufgelegt. Mit dem aufgelegten
Gewehr erreichte er 299 von 300
Punkten, angestrichen schoss er
gar 200 von 200 möglichen
Punkten. Auch in diesem Jahr
belegte der rüstige 72jährige
beim Diözesanschießen der
Historischen Schützen den
dritten Platz im Kleinkalieber
aufgelegt und qualifizierte sich
für die Bundesmeisterschaften in
allen drei möglichen
Disziplinen.
Wolfgang Simons Engagement
beschränkt sich keineswegs auf
die Schützenbruderschaft. Für
die IG Horrem und den Verein
Haus für Horrem ist er ständig
aktiv. Nach dem Tod von Peter
Heinrichs, dem legendären
„Bürgermeister von Horrem“, hat
er einen großen Teil von dessen
Aufgaben übernommen. Da er gut
zu Pferd sitzt, besucht er als
St. Martin seit 15 Jahren die
kath. Kindertagesstätte in
Horrem und die Grundschule. Seit
zwei Jahren hat er dieses
Engagement ausgeweitet. Auf dem
Martinsmarkt in Knechtsteden
beglückt er ebenfalls die
Kinder. Zudem ist er
ehrenamtlich für die
Pfarrgemeinde in Horrem und
jetzt, nach der Neuorganisation,
auch in St. Michael in Dormagen
bei den Gemeindefesten tätig.
Und da Wolfgang Simon schon den
St. Martin spielt, kommt er auch
noch als Nikolaus seit 15 Jahren
in den Kindergarten.
Die
Kraft für sein ehrenamtliches
Engagement schöpft er in der
Familie, auf die er besonders
stolz ist: „Meine beiden Enkel
sind schon beide Schützen.
Henrik ist
Bezirksedelknabenkönig und
Dominik Zugführer bei den
Schülerschützen und zudem aktiv
im Fahnenschwenken.“ Sein
Schwiegersohn Albert ist im
Vorstand der Bruderschaft, so
schließt sich der Kreis.
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