Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 
 

 

Aktuelles  

Ehrenamtlerwahl 2011

Volkmar Hess

 

Kultur erlebt schwere Zeiten. In Dormagen ist das nicht anders, als überall in Deutschland – sollte man denken. Anfang 2010 machten sich zwei Privatpersonen daran, dies grundsätzlich zu ändern. Der Eine, Helmut Dietsch, kaufte kurzerhand die freiwerdende Baptistenkirche auf der Bahnhofstraße, brachte seine Sammlung von über 4.000 Radiogeräten, Fernsehern und Tonmaschinen ein, der Andere steuerte eine der grandiosesten Sammlungen von mehr als 400 antiken Grammophonen und 30.000 Schellackplatten bei.

 

Dieser Andere ist Volkmar Hess. Seither fährt er wöchentlich mehrfach von Dülken im Kreis Viersen nach Dormagen. Über 40 Museumsveranstaltungen, alle ohne Eintritt, hat er in einem Jahr bereits erfolgreich durchgeführt: Dabei steht nicht nur die Musik von den zwanziger bis zu den achtziger Jahren im Mittelpunkt. Volkmar Hess organisiert Lifemusik, Lesungen, Tanzgruppen und Oltimertreffen. „Ein Museum braucht ein stimmiges Konzept. Mode, Tanzen im Museum zur Musik der fünfziger Jahre, mit der Boogie-Woogie Dance Company, den Tiger Feets und den Boogie Friends NRW werden in Dormagen sehr gut angenommen. Und wer die Gruppen noch nicht im Museum oder beim Fest der Generationen gesehen hat, der hat auf dem diesjährigen Michaelismarkt dazu die Gelegenheit.“

 

Volkmar Hess ist inzwischen in Dormagen mit seinem unvermeidlichen Strohhut selbst zur Kultfigur geworden. Er taucht beim Edekamarkt in Stürzelberg auf, macht Musik in der Rathaus Galerie, tanzt mit den Senioren vom Alloheim und zeigt den Kiddies, wie die Vorläufer des mp3 Players aussahen.

 

Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins des Phono + Radio-Museums bringt Kultur und Unterhaltung in bester Weise zusammen. Es ist sein Herzensanliegen, nicht nur die Technikgeschichte aus 100 Jahren Musik und Gerätebau zu vermitteln, sondern dabei auch für Kommunikation und gute Laune zu sorgen. 3.000 Besucher hat er damit im ersten Jahr ins Museum gelockt. Zudem veranstaltet er in Kürze zum zweiten Mal eine bundesweite Grammophonmesse im Bürgerhaus Horrem, unterstützt das Haus für Horrem dabei und holt die 600 Mitglieder des von ihm gegründeten Club der Grammofoniker in unsere Stadt.

 

Sein größter Wunsch für die Zukunft: „Wir brauchen im Museum noch mehr ehrenamtliche Mitarbeiter, um die Öffnungszeiten zu erweitern. Wer Interesse hat kann sich unter www.grammofon.de informieren oder sich sonntags direkt im Museum bei mir melden.“

 

 

 

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