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Helga Scholten
1964
holte der damalige Zonser
Stadtdirektor Elicker Helmut
Scholten als Leiter des
Fremdenverkehrsamtes nach Zons.
Kurz darauf bezogen Helga und
Helmut Scholten das ehemalige
Lehrerhaus in der Stürzelberger
Straße, wo sie bis heute leben.
Das ehrenamtliche Engagement von
Helga Scholten begann mit der
Anschaffung eines
„Diensttelefons“ kurz darauf.
Immer mehr Touristen riefen zu
Hause an, natürlich auch dann,
wenn der Leiter des
Fremdenverkehrsamtes nicht
anwesend war. Helga Scholten
lernte Fragen zu beantworten,
Auskünfte zur Geschichte von
Zons zu geben, bei
Hotelbuchungen zu helfen –
natürlich ohne Bezahlung. Aus
diesen Ansätzen entwickelte sich
von Jahr zu Jahr ein größeres
ehrenamtliches Engagement.
Inzwischen gehen jährlich rund
3500 Telefonate bei der
Geschäftsstelle des Heimat- und
Verkehrsvereins Zons, das heißt
bei Helga Scholten zu Hause,
ein. So ist es auch nicht
erstaunlich, dass sie seit 1997
offizielles Vorstandsmitglied
ist und seit 13 Jahren
stellvertretende
Geschäftsführerin. Die gelernte
Kauffrau führte mehr als ein
Jahrzehnt die Kasse der
Freilichtbühne, organisierte
Kartenverkauf und
Vorbestellungen, vertrat Zons
auf Tourismusmessen und sitzt
heute seit 11 Jahren in der
Touristinfo: „Bis zu 400
Personen in drei Stunden am
Sonntag, sind keine Seltenheit“
seufzt sie, denn die Belastung
an schönen Wochenenden ist
natürlich besonders hoch.
Das
Bild der Touristen hat sich im
Laufe der Jahre geändert. Heute
sind es auch Japaner, Engländer,
Australier und Russen, die Zons
besuchen. Vor allen Dingen die
Russen sind ganz begeistert vom
Souvenirverkauf und mit einem
ganz besonderem Russen verbindet
Helga Scholten ein
unvergessliches Erlebnis: „Ich
stand im Freilichtbühnenkostüm
ganz am Ende einer
Menschenschlange als Michael
Gorbatschow aus seiner schwarzen
Limousine stieg. Die Lehnsritter
standen am Rheintor. Gorbatschow
lächelte und kam genau auf mich
zu. Er nahm mich in den Arm
lachte und drückte mich. Ich
wusste gar nicht, wie ich
reagieren sollte.“
Großes Lob und Anerkennung haben
Helga Scholten noch nie
besonders interessiert. Sie
macht ihre Arbeit einfach gerne
und sagt: „Mit Leuten umzugehen
macht mir viel Spaß!“ Das gilt
ganz besonders für den
Mathäusmarkt. Von 31 Märkten war
Helga Scholten 26 mal in
führender Rolle dabei. Sie
betreut 160 Aussteller, löst die
Probleme, wer wo stehen darf und
redet viel mit den Zonser
Bürgern. „Da haben sich geradezu
Freundschaften zwischen den
Anwohnern und den
Marktbestellern entwickelt. Die
Marktleute werden versorgt,
dürfen schon mal auf die
Toilette und schenken im
Gegenzug den Anwohnern eine
Aufmerksamkeit aus ihrem
Sortiment.“ Aber ganz so einfach
ist es nicht jedes Jahr, der
Umbau des Geländes um das Museum
stellt Helga Scholten vor neue
Probleme. Sie hat daher die
Eröffnung in den Zwinger vor der
Freilichtbühne verlegen müssen.
Eine schöne Lösung, die viel
Anklang findet.
46
Jahre ehrenamtliche Tätigkeit
für den Fremdenverkehr Zons sind
eine lange Zeit. Sehr gefreut
hat sie sich über den Besuch des
stellvertretenden
Bürgermeisters, der ihr dafür in
diesem Jahr die Goldene Münze
der Stadt Dormagen anlässlich
ihrer Goldhochzeit übergab. Der
HVV Zons und viele Bürger
hoffen, dass Helga Scholten die
50 Jahre im Ehrenamt noch voll
macht.
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