Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 
 

 

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Ehrenamtlerwahl 2011

Gisela Dornbusch

 

Es begann vor 20 Jahren. Damals rückte das Problem der Asylsuchenden erstmals in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. In Dormagen gründete sich der ökumenische Arbeitskreis Asyl. Hier kümmerte man sich intensiv um die menschlichen Probleme. Man begleitete Asylbewerber zu den Ämtern, organisierte Arztbesuche und half bei der Integration.

 

Gisela Dornbusch war von Anfang an dabei. Im Laufe der Jahre kümmerte sie sich immer intensiver um die Integration von Asylbewerbern und gründete 2002 eine „multikulturelle Mädchengruppe“. Sie hatte nämlich festgestellt, dass es besonders ausländische Mädchen schwer haben, außerhalb ihrer Familien Kontakte zu Gleichaltrigen aufzubauen. Seit neun Jahren arbeitet sie nun intensiv mit Mädchen aus Asylantenfamilien. „Zur Zeit sind es hauptsächlich Tamilen, Mädchen aus Eritrea, Mazedonien, Sri Lanka und Indien“, sagt Gisela Dornbusch. „Aber die Gruppe verändert sich ständig. Wir hatten auch Mädchen aus Afghanistan und verschiedenen anderen Nationen.“ Zentral ist für sie die Hilfe bei der schulischen Karriere der Mädchen. Regelmäßig betreut sie acht bis zehn bei den Hausaufgaben. „Drei afghanische und ein türkisches Mädchen haben inzwischen am Leibniz-Gymnasium ihr Abitur gemacht, darauf bin ich besonders stolz“, freut sie sich.

 

Stadtbekannt ist Gisela Dornbusch durch ihre Tanzgruppe, die Tamile Little Stars. Aus der Idee, die Traditionen der Heimatländer zu pflegen, erwuchs eine Mädchentanzgruppe, die heute auf vielen Dormagener Bühnen zu hause ist: Beim Integrationsfest, bei Frühlingsfesten, dem Horremer Markt, auf der Kölner Straße bei den WSD-Veranstaltungen und beim Fest der Generationen. Gisela Dornbuschs Arbeit ist ein Musterbeispiel für praktische, gelungene Integrationsarbeit: Pflege der heimatlichen Traditionen, Erlernen der deutschen Sprache, erfolgreiche Schulabschlüsse und private Freundschaften über nationale Grenzen hinweg.

 

Ein Problem, welches von außen kaum bemerkt wird, treibt sie besonders um: „Ich arbeite intensiv daran, nicht nur das Verhältnis zwischen Migranten und Deutschen zu verbessern, sondern auch das Verhältnis zwischen den verschiedenen Migrantengruppen.“ Mädchen aus Äthiopien und Eritrea, türkische und kurdische Mädchen verstehen sich zunächst oft gar nicht. Gisela Dornbusch macht ihnen klar, dass in Deutschland neue Denkweisen gelernt werden müssen. „Hier sind sie alle Migranten und althergebrachte Feindschaften können nicht weiter bestehen.“

 

Einen großen Wunsch hat sie für die Zukunft: „Ich werde älter und möchte eine Nachfolgerin haben, die sich um meine Mädchen sorgt!“

 

 

 

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