|
Doris Kaldenbach
Doris Kaldenbach steht gerne im
Hintergrund. Als der Vorstand
der katholischen Frauen- und
Müttergemeinschaft Stürzelberg
und das Büro für
Bürgerschaftliches Engagement
der Stadt sie baten, an der
Ehrenamtswahl teilzunehmen, kam
ein langes Zögern und der Satz:
„Ja, aber es gibt doch noch
viele Andere.“
Dabei ist Doris Kaldenbach seit
zwei Jahrzehnten aus der
ehrenamtlichen Arbeit in
Stürzelberg nicht wegzudenken.
Seit 1997 ist sie Vorsitzende
der katholischen Frauen- und
Müttergemeinschaft. Obwohl auf
ihrem Terminkalender der
Sitzungskarneval mit Spielschar,
Bühnengestaltung, Tombola und
Ordensverleihung einen wichtigen
Platz einnimmt, so ist der
Jahreskalender durch das
Christentum geprägt.
Monatlich organisiert sie mit
ihrem Team von 13 Frauen eine
Messe mit anschließendem
Frühstück. Im März gibt es die
Kreuzwegandachten. Die
Frühschicht vor Ostern, dann die
Dekanatswallfahrt und in diesem
Jahr der Weltgebetstag. Es
folgen die Maiandachten, danach
wird die Fronleichnamsprozession
vorbereitet. Hier gilt es die
Altäre mit Blumen und
eingefärbtem Sägemehl besonders
festlich zu gestalten. Der
Jahreskalender setzt sich fort
mit Wallfahrten nach Nievenheim
und Gohr. Die große Wallfahrt
nach Kevelaer im Oktober ist der
Jahreshöhepunkt. Dazwischen gibt
es dann im Juli den
traditionellen Ausflug der
Frauenschaft nach Bad Neuenahr
und Ahrweiler, im September die
Gebetsstunden und zum Ausgleich
eine Fahrradtour. Und spät im
Jahr folgt das Erntedankfest im
Schützenhaus mit rund 160
Frauen. Nicht zu vergessen die
Rosenkranzandachten.
Kurz
gesagt: Doris Kaldenbach und ihr
Team arbeiten ohne Pause – und
wenn es für die Frühandachten
sein muss auch morgens um 6.00
Uhr. Bei soviel Aktivitäten
fällt es ihr schwer, ein
besonders herausragendes
Ereignis zu benennen. „Doch! Die
Reiseprozession 2007 mit vielen
katholischen Gemeinden nach
Lourdes war ein ganz besonderes
Erlebnis. Wir waren mit dem Bus
unterwegs, feierten täglich die
Messe, die abendliche
Lichterprozession vor der
Grotte, das waren unvergessliche
Momente!“
Nicht immer ist die Arbeit von
Doris Kaldenbach nur ernsthaft.
Die beiden Karnevalssitzungen im
Elferrat machen ihr besondere
Freude. Wenn Pfarrer Koltermann
dabei als Frau in die Bütt geht
und verzweifelt seinen „Vorbau“
im Minutentakt zurechtrückt, so
sind das lustige Momente, die
die Kraft für die ehrenamtliche
Arbeit erneuern. Die Kraft von
Doris Kaldenbach und ihrem
Frauenteam reicht dabei seit
zwei Jahrzehnten auch für viele,
stille, soziale Aufgaben. Man
hilft Frauen und Mädchen wo man
kann – auch über alle
konfessionellen Grenzen hinweg.
|