Dormagen Aktiv

 

Ein Projekt der FreiwilligenAgentur Dormagen und des Büros für Bürgerschaftliches Engagement 

 
 

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Rund um die Kartoffel:

Senioren und Kinder gemeinsam

 

Kartoffeln schälen und ordentlich schneiden – diese Kunst beherrschen nicht einmal alle Erwachsenen. Kein Problem jedoch für die Vorschulkinder der Caritas-Kindertagesstätte an der Conrad-Schlaun-Straße. Die Bewohner des benachbarten Caritas-Seniorenzentrums haben ihnen gezeigt, wie man es richtig macht.

 

Viele spannende Geschichten bekamen die Kinder dabei von den Senioren zu hören. Zum Beispiel über die Kartoffelferien, die es früher einmal auf dem Land gab. Im Herbst bekamen die Kinder immer schulfrei, um bei der Kartoffelernte zu helfen. Später sind daraus die Herbstferien hervorgegangen.

 

Gemeinsam mit den Senioren machten die Vorschulkinder auch leckeren Kartoffelsalat mit Würstchen. Die jüngste Gemeinschaftsaktion: Mit geschnitzten Kartoffeln wurden bunte Plakate im Seniorenzentrum gedruckt.

 

Die Kartoffelaktion ist eine von vielen Initiativen zum „Fest der Generationen“, das in Dormagen erstmals am 4. und 5. September startet. Die Kindertagesstätte und das Seniorenzentrum laden im Rahmen der stadtweiten Veranstaltungen gemeinsam zu einem Kartoffelfest am Samstag, 4. September, von 14 bis 18 Uhr ein. „Es gibt dann ein großes Kartoffelfeuer, eine Fotoausstellung und ein Kartoffelfass mit vielen Gewinnchancen“, berichtet Kerstin Eßer vom Sozialen Dienst des Seniorenzentrums St. Josef.

 

Auch Reibekuchen und Pommes Frites dürfen natürlich nicht fehlen. In einladender Atmosphäre können sich die Besucher über Kartoffelsorten, ihren Anbau und leckere Rezepte informieren. Lieder, Gedichte und Geschichten werden gemeinsam von Jung und Alt dargeboten. Der Heilpädagogische Kindergarten in Nievenheim und die Georgspfadfinder aus Delrath sind ebenfalls in diese Aktion eingebunden.

 

„Das Miteinander der Generationen praktizieren wir in Nievenheim schon seit Jahren“, sagt Eva Brandner, die Leiterin der Caritas-Kindertagesstätte. Regelmäßig besuchen die Kinder die be-nachbarten Senioren – so etwa zum Erntedankfest, zu St. Martin oder am Nikolaustag. Die Begegnungen seien für beide Altersgruppen anregend, so Kerstin Eßer: „Die Kinder lernen, mit den Einschränkungen der Senioren umzugehen, die Senioren hingegen profitieren von der Lebhaftigkeit der Kinder und erfahren Lebensfreude.“

 

Als Symbol des Miteinanders entstand im Mai 2010 bereits ein neues Tor zwischen beiden Einrichtungen, durch das sich Jung und Alt begegnen können. Schon heute steht zudem fest, dass die Kartoffelaktion keine Eintagsfliege sein wird. Jedes Jahr wollen sich beide Einrichtungen künftig ein Thema für gemeinsame Aktivitäten aussuchen.

„Diese gelebte Partnerschaft zeigt, wie viele Chancen sich bieten, wenn Jung und Alt offen aufeinander zugehen. Genau das wollen wir mit dem Generationenfest erreichen“, sagt Bürgermeister Peter-Olaf Hoffmann. Nähere Auskunft zu den vielfältigen Initiativen gibt gern das städtische Büro für bürgerschaftliches Engagement gern unter 02133/257-386 (Heinz Pankalla). Das Generationenfest wird gemeinsam von der Stadt und dem Chempark Dormagen veranstaltet.

 

>Design N.Hopp<